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Leben ohne Schmerz? – LOS geht`s mit Stefanie Heinrichs

Portrt LOSStefanie Heinrichs` (28, links im Bild) Messestand – obwohl am hintersten Ende des Ostsee-Saals angesiedelt – war ein besonderer Anziehungspunkt auf der Gründermesse Mecklenburg-Vorpommern. Und wer dem Lockruf ungeniert folgte, wandte der Marlowerin, kaum dass er sie kennengelernt hat, gerne den Rücken zu. Zum Probekneten auf ihrem mobilen Massagestuhl.


Dabei hört die alleinerziehende Mutter einer 7-jährigen Tochter es gar nicht gerne, wenn man sie als mobile Masseurin bezeichnet. „Weil heute jeder so heißt, der keine feste Praxis hat, sondern mit dem Auto zu den Patienten fährt“, erklärt sie, während ihre Finger über den Nacken eines Messebesuchers kreisen – allerdings ohne eine Spur Arroganz. Denn schließlich passe sie ja selbst in das Raster, weiß die Selbstständige. Doch über die Profession jedes einzelnen Masseurs sage es eben nichts aus. Und so gründete sie am 16. Mai 2011 stattdessen ihre Firma „LOS – Leben ohne Schmerz“.
„Die Abkürzung LOS ist zugleich ein Schlagwort für meine Arbeit. Denn ich massiere nicht nur in Firmen, auf Events und Messen, sondern auch viel im sportlichen Bereich“, sagt Stefanie, die als medizinische Bademeisterin auch Aquafitnesskurse anbietet – neben regelmäßigen Massagen in Fitnessstudios oder sogar für den Ribnitzer Handballverein. Und dabei richtet sich die staatlich geprüfte Masseurin immer nach dem Befinden ihrer Kunden. „Ich massiere alle Partien des Körpers. Und selbst wenn ursprünglich eine Rückenmassage vereinbart war, der Patient nun aber über Kopfschmerzen klagt, widme ich mich natürlich Nacken, Schultern und Kopf zu“, erklärt sie und tippt lachend auf ihre Visitenkarte. „Ich verspreche ja auch ‚Leben ohne Schmerz‘.“
Sport-, Teil- und Ganzkörpermassagen, Tiefenmassagen nach Marnitz, Fußreflexzonenmassage, manuelle Lymphdrainage und Kinesio taping gehören zu ihrem Repertoire. Für die Handballer sei dabei die Massage der belasteten Beine besonders wichtig. Am häufigsten hätte Stefanie es aber mit dem Rücken ihrer Kunden zu tun, der vom dauerhaft geneigten Sitzen vor dem Computerbildschirm schmerzt. Wenige seien das nach einem dreiviertel Jahr Selbstständigkeit nicht mehr, so dass die 28-Jährige auch ihre Schwester Anne (21) ins Boot holen konnte. „Die Menschen suchen sich ja immer das Beste aus. Und bisher kamen sie immer wieder“, erzählt sie offenherzig.
Das treffe scheinbar auch auf diejenigen zu, die inzwischen die sechste Massagestunde am Tag der Marlowerin füllten. „Acht Stunden hintereinander zu kneten ist überhaupt kein Problem für mich“, winkt sie bei mitleidigen Worten ab und guckt an ihren Schultern vorbei, ehe sie lachend zugibt: „Dafür habe ich ja inzwischen richtige Männeroberarme.“ Ein Sonnenschein mit Kraft also – perfekt auch für eine Massageparty zuhause, für die man die 28-Jährige und ihre Schwester ebenfalls buchen kann.

 

Cornelia Teske - Virtus e.V.


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